Auf der Suche nach einer neuen Identität

14 Pfarreien in fünf Seelsorgeeinheiten wachsen ab 2026 zu einer großen Gemeinde zusammen. Wie kann dieser Wandel ganz konkret sichtbar werden? Ein Logo-Workshop gab erste Impulse für eine neue Identität. 

Was macht uns als Gemeinde aus? Wie erreichen wir die Menschen mit der Frohen Botschaft und den Angeboten der Kirche? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich diesen grundlegenden Fragen zu stellen und darüber nachzudenken, wie sich die katholische Kirche in Zukunft nach außen präsentieren möchte. Denn ab 2026 werden aus fünf Seelsorgeeinheiten mit insgesamt 14 Pfarreien eine gemeinsame katholische Kirchengemeinde Nordbadische Bergstraße.
 
Um diesen Wandel kommunikativ zu begleiten, trafen sich am 19. März engagierte Mitglieder aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit, der künftige stellvertretende Leitende Pfarrer Stephan Sailer und der leitende Referent Wolf-Dieter Wöffler mit der Agentur MIND aus Weinheim zu einem Logo-Workshop. Ziel des Tages war es, ein tieferes Verständnis für Corporate Design zu entwickeln und erste Ideen für eine einheitliche visuelle Identität der neuen Kirchengemeinde zu sammeln.
 
 

Warum braucht eine Kirche ein Logo?

 
Ein Logo ist das Herzstück jeder Organisation und Marke. Als wichtiges Identifikationsmerkmal muss es von Zeit zu Zeit überarbeitet werden – insbesondere bei einer Neugründung. Das neue Logo der Kirchengemeinde ist wichtig für die Bildung einer gemeinsamen Identität und soll die neue Pfarrei nach außen anschaulich machen. 
 
Zu Beginn des Workshops erklärten Annika Rotundo und Dennis Schröder von der Agentur MIND den Begriff „Corporate Design“ und erläuterten den Designprozess von der Zielsetzung über die Ideenfindung bis hin zur praktischen Anwendung. Zur Veranschaulichung präsentierte die Agentur verschiedene Praxisbeispiele, die sie bereits umgesetzt hat. So konnten die Teilnehmer nachvollziehen, wie sich ein professionelles Corporate Design von der Idee bis zur finalen Umsetzung entwickelt.
 
 

Zielgruppen verstehen durch Persona-Übungen

 
Ein weiteres wichtiges Element des Workshops war das gegenseitige Kennenlernen und die Reflexion der Zielgruppen. Mithilfe von selbst erstellten und fiktiven Persona wurden verschiedene Merkmale analysiert, zum Beispiel Alter, Familienstand und Wohnverhältnisse, aber auch Hobbys, Charaktereigenschaften oder sogar die politische Einstellung. Zusätzlich tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, welche Logos sie ansprechend finden und welche Art der Werbung sie am besten erreicht, zum Beispiel per E-Mail, Posteinwurf oder Social Media. 
 
Diese Übung half dabei, sich in potenzielle Zielgruppen hineinzuversetzen und eine klarere Vorstellung davon zu bekommen, wie die neue Kirchengemeinde wahrgenommen werden soll.
 
 
 

Gemeinschaft steht im Mittelpunkt

 
Der Workshop bot auch Raum für tiefgehende Gespräche. Dabei wurde deutlich, dass die Menschen in allen Altersgruppen auf der Suche nach Gemeinschaft sind und in ihrer Kirchengemeinde eine Heimat sehen. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Kirche einladend und modern präsentiert ohne die Verwurzelung in der katholischen Tradition zu verlieren. „Es muss pfiffig werden“, brachte Pfarrer Stephan Sailer die Erwartungen auf den Punkt. 
 
 

Startschuss für die Logo-Entwicklung

 
Mit dem Workshop wurde der Grundstein für eine neue, gemeinsame Identität gelegt.  Die Agentur MIND kann nun auf wertvolle Impulse zurückgreifen, um ein stimmiges Corporate Designs zu gestalten. Der intensive Austausch untereinander half, eine gemeinsame Vorstellung davon zu entwickeln, wie die Kirchengemeinde künftig visuell auftreten möchte. „Der Tag war aus meiner Sicht ein Gewinn“, fasste Manfred Rohde aus der Gemeinde St. Marien in Weinheim den Workshop zusammen. Lena Kneusels, die Leiterin der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit, ergänzte noch: „Die endgültige Entscheidung über das Logo wird die Vollversammlung der Pfarrgemeinderäte treffen. Wir sind alle sehr gespannt.“