orthodoxe Ostkirchen: 4. März, 9. August
Patronat: Goslar, Hannover, Hildesheim; des Bistums Trier; der Bauarbeiter, Zimmerleute, Schreiner, Schmiede, Metzger, Schneider, Zuckerbäcker; gegen Keuchhusten, eheliche Unfruchtbarkeit
Aus dem Leben des Matthias ist so gut wie nichts bekannt, außer wie er Apostel wurde: Nachdem Judas Iskarioth aufgrund seines Verrats und seines Selbstmordes aus dem Kreis der Zwölf ausgeschieden war, wurde per Losverfahren bestimmt, wer seinen Platz einnehmen sollte. »Das Los fiel auf Matthias; und er ward zugeordnet zu den elf Aposteln« (Apostelgeschichte 1, 15–26). Nach der Himmelfahrt von Jesus soll Matthias zunächst in Palästina, später in Äthiopien die Lehre vom Christentum verbreitet haben, wo er um das Jahr 63 den Märtyrertod durch Steinigung, Kreuzigung oder Enthauptung erlitt.
Auch der Verbleib seiner Gebeine ist nicht gänzlich gesichert. Diese sollen in Rom in der Kirche Santa Maria Maggiore bestattet worden sein, ein Teil davon kam aber auf Betreiben der Kaiserin Helena (hl.) durch Bischof Agritius nach Trier (das 293 bis 395 Hauptstadt des Weströmischen Reiches war). In der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier befindet sich somit das einzige Grab eines Apostels in Deutschland.
Matthias ist Kanonheiliger der katholischen Kirche, d. h. sein Name wird – wie auch die der anderen elf Apostel – im Messkanon, dem Hochgebet, genannt.
Darstellung: sein Evangelium schreibend; oft zusammen mit den anderen Aposteln und Jesus
Attribute: Schreibfeder, Tintenfass, Buch oder Schriftrolle (Evangelium); Schwert, Beil, Hellebarde, Kreuz oder Steine (legendäres Martyrium)

Quelle: Herder-Verlag


